Moore - Lebensraum für Flora und Fauna
Moore sind besondere Landschaften mit großer Bedeutung für Klima, Wasser und Biodiversität.Sie können CO₂ speichern, Wasser regulieren und Lebensräume schaffen. Dadurch spielen sie eine wichtige Rolle für unsere Zukunft.
Der Haken hinter Förderungen.
Torsten Galke, Produktentwickler bei „Moor and more”, spricht in diesem Clip über die bürokratische Seite des Moorschutzes. Wer Fördergelder beantragen und verwalten muss, investiert einen erheblichen Teil seiner Zeit in Verwaltungsarbeit statt in die eigentliche Arbeit. Für kleine Unternehmen wie „Moor and more” ist das eine echte Herausforderung – und bremst aus, was eigentlich vorangebracht werden soll.
Welcher Moorbaustoff dämmt am besten?
Torsten Galke von „Moor and more” erklärt in diesem Clip, wie unterschiedlich Moorpflanzen als Dämmstoffe funktionieren und warum die beste Lösung nicht immer die praktischste ist. Fluffige Fasern speichern am meisten Luft und dämmen deshalb am besten. Aber ihre Herstellung braucht viel Energie und Wasser. Gebündelte Schilfstängel dagegen sind einfacher zu verarbeiten, dämmen aber weniger gut. Rohrkolben als Einblasdämmung liegen irgendwo dazwischen – und könnten sich als praktischer Kompromiss erweisen. Welches Material sich langfristig durchsetzt, ist noch offen. Torsten Galke bringt es selbst auf den Punkt: Hauptsache, es geht vorwärts.
Vom Moor ins Tiny House – wie Nasswiesengras zum Baustoff wird.
Torsten Galke von „Moor and more” zeigt in diesem Clip, was aus Gräsern von vernässten Moorflächen entstehen kann. Ein Dämmstoff aus Nasswiesengras von Sebastian Petri, einem der Paludi-Pioniere in Brandenburg, wird gerade für ein Tiny House ins britische Great Fen bei Cambridge geliefert. Noch ist das Material nicht ganz ausgereift – die Stabilität muss weiter verbessert werden. Aber Torsten Galke zeigt, wie weit die Entwicklung schon ist und dass sich aus dem, was Landwirte auf Nasswiesen ohnehin ernten, mit wenigen weiteren Schritten etwas völlig Neues herstellen lässt – ob Dämmstoff oder Möbelplatte.
Sind ökologische Dämmstoffe wirklich zu teuer?
Torsten Galke von „Moor and more" baut seit über 20 Jahren ökologisch und kennt das Argument, dass es zu teuer sei, in- und auswendig. In diesem Clip erklärt er, wie Paludidämmstoffe aus Moorpflanzen im Vergleich zu Styropor oder Steinwolle abschneiden. Den Dämmwert von Styropor erreichen sie nicht, dafür braucht man etwas dickere Wände. Aber im Vergleich zu anderen ökologischen Dämmstoffen wie Holzfaser, Hanf oder Schafwolle liegen sie im gleichen Bereich und je mehr Biomasse in der Wand steckt, desto besser die CO2-Bilanz.
Rohrkolben statt Styropor – wie Paludidämmstoffe dreifach CO2 sparen
Torsten Galke von „Moor and more" erklärt in diesem Clip, warum Dämmstoffe aus Moorpflanzen nicht nur ökologisch interessant sind – sondern auch praktisch einsetzbar. Die Rohrkolbenplatten sind als Baustoff zugelassen und wurden bereits verbaut. Wer unbedingt CO2-reduziert bauen will, hat zudem die Möglichkeit einer Einzelfallzulassung – auch für experimentelle Baustoffe.Besonders spannend ist die dreifache CO2-Einsparung: durch die geerntete Biomasse, durch den nassen Moorboden, der keinen Torf mehr abbaut, und durch den Ersatz von energie- und emissionsintensiven Dämmstoffen wie Styropor oder Steinwolle.
Rohrkolben und Schilf – wie aus Moorpflanzen Dämmstoffe, Möbelplatten und Jacken werden.
Torsten Galke von „Moor and more" zeigt in diesem Clip das volle Potenzial zweier Moorpflanzen. Schilf ist ein uralter Baustoff; Als Reetdach bekannt, aber auch als Dämmplatte nutzbar, auf die man direkt verputzen kann. Und es hält: In alten Gebäuden steckt Schilf, das seit über 100 Jahren nicht verrottet ist. Rohrkolben ist noch vielseitiger. Die Samenwolle des Kolbens wird von Startups in Großbritannien und Finnland zu Jacken und Bettdecken verarbeitet. Die Stängel werden zu Dämmplatten – dem sogenannten Typhaboard – oder einfach kleingehäckselt zur Einblasdämmung, ohne großen Energieaufwand. Was beide Pflanzen verbindet: Man kann nicht einfach eine Fläche anlegen und dasselbe Produkt ernten. Was wächst, hängt von Wasser und Nährstoffen ab und die Verwertung muss sich daran anpassen.
Wasser rein, Ertrag raus?
Folge 3 geht der Frage nach, wie Landwirtschaft auf wiedervernässten Moorböden aussehen könnte. Gemeinsam mit Landwirt*innen schauen wir auf Anpassungen im bestehenden System: leichtere Rinderrassen wie Jersey oder Galloway, Wasserbüffel für Mozzarella, Pferdeheu vom Feuchtgrünland – möglich, aber schnell an wirtschaftlichen Grenzen. Einen weiteren Ansatz liefert die Paludikultur: Landwirtschaft mit Pflanzen, die Nässe brauchen. Schilf für Reetdächer, Rohrkolben als Dämmstoff, Biomasse für Möbelplatten oder sogar Bioplastik. Der Paludi-Begriff wurde in Greifswald geprägt und ist heute weltweit etabliert, doch zwischen Forschung und wirtschaftlicher Realität liegt noch ein weiter Weg. Dazu kommt die Frage: Reichen 30 Zentimeter unter Flur als politisches Ziel, wenn die oberen Bodenschichten dabei weiter CO₂ ausstoßen?
Mit Johannes Funke, Lukas Landgraf, Stephan Warnke, Lena Kolpo, Marc de la Barré, Juliane & Sebastian Petri, Laura Wiegand, Anke Herrmann, Thorsten Galke und Jennifer Merten.
Nächste Folge: Wo liegen die Probleme auf dem Weg zur Umsetzung und was sagen Anwohner*innen, wenn ihre Gebiete geflutet werden?
Moorschutz, ja – aber wie?
Sebastian und Juliane Petri bewirtschaften Moorflächen in der Uckermark. In diesem Gespräch erklären sie, warum der Weg zu einer moorschonenderen Landwirtschaft so schwierig ist – obwohl viele Landwirte das Problem längst erkannt haben. Das Kernproblem: Wer in den letzten Jahren in neue Ställe oder Technik investiert hat, steckt in laufenden Krediten fest. Dazu kommen gesetzliche Pflichten, die vorschreiben, wie Flächen bewirtschaftet werden müssen. Einfach aufhören oder umstellen ist keine Option. Sebastian und Juliane zeigen aber auch, was möglich sein könnte: Eine Landwirtschaft, die sich an dem orientiert, was auf einem Boden natürlich wächst, statt dagegen anzukämpfen.
Wiedervernässung und Landwirtschaft – ein Widerspruch?
Moorökologin Prof. Dr. Vera Luthardt geht in diesem Clip auf eines der häufigsten Argumente gegen Wiedervernässung ein: dass Flächen der Landwirtschaft entzogen werden. Ihre Antwort: Das muss nicht so sein. 165.000 Hektar Moorfläche in Brandenburg sind vielerorts weiter nutzbar; Die Frage ist nur, wofür. Statt Futter oder Biogas sieht Prof. Dr. Luthardt die Zukunft in der Produktion nachwachsender Rohstoffe. Äcker werden für Lebensmittel gebraucht, Wälder für Holz. Moore könnten die einzigen Reserveflächen sein, auf denen sich nachhaltig Rohstoffe für Verpackungen, Baustoffe und mehr produzieren lassen. Was dafür fehlt: verlässliche Strukturen. Landwirte brauchen Abnehmer direkt am Moorrand, die die Biomasse vorverarbeiten und verbindlich weiterliefern. Sobald diese Ketten geschlossen sind, sind laut Prof. Dr. Luthardt viele Landwirte bereit mitzumachen, weil sie sehen, was mit ihren Böden passiert.
Was macht Moorschutz eigentlich mit der Artenvielfalt?
Sebastian und Juliane Petri stehen auf einer Wiese mit außergewöhnlich hoher Artenvielfalt – Amphibien, Wiesenbrüter, Kröten, Kiebitze. Und genau diese Vielfalt steht auf dem Spiel, wenn Moorschutz falsch gemacht wird. Im Gespräch zeigt sich ein oft übersehenes Dilemma: Wer wirtschaftlich nutzbare Pflanzen wie Schilf oder Rohrkolben in Monokultur anbaut, zerstört das Habitat, das sich über Jahrhunderte entwickelt hat. Wer dagegen einfach aufhört zu bewirtschaften, verliert die Tier- und Pflanzenarten, die genau auf diese bewirtschaftete Kulturlandschaft angewiesen sind. Es gibt keine einfache Antwort. Aber Sebastian und Juliane Petri sind überzeugt: Nur wenn Landwirte, Naturschutzbehörden, Kommunen und Bürger offen miteinander reden, kann eine Lösung entstehen, die wirklich trägt.
Wusstest du schon, dass man aus Moorpflanzen Baustoffe und Füllmaterial für Kleidung herstellen kann?
Im Gespräch mit Ludwig Bork wird deutlich, wie Moorflächen wirtschaftlich genutzt werden können. Am Beispiel des Rohrkolbens erklärt er, wie Pflanzen aus wiedervernässten Flächen geerntet und weiterverarbeitet werden. Zum Beispiel zu Dämmstoffen, Bauplatten oder Füllmaterial für Textilien. Gleichzeitig wird sichtbar, welche technischen und organisatorischen Herausforderungen bestehen und warum viele Ansätze bislang nur punktuell umgesetzt werden.
Was macht Galloway-Rinder besonders?
Im Gespräch mit Marc de la Barré wird deutlich, warum Galloway-Rinder für die Bewirtschaftung von Moorflächen geeignet sind. Die Tiere gelten als robuste Naturrasse mit hoher Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Witterungsbedingungen und feuchte Standorte. Sie bewegen sich eigenständig durch die Landschaft und kommen auch mit schwierigen Bodenverhältnissen zurecht. Zugleich unterscheidet sich die Fleischproduktion: langsameres Wachstum, naturnahe Haltung und eine andere Qualität im Vergleich zu konventionellem Rindfleisch.
Was passiert, wenn Baugebiete auf Moorflächen entstehen und diese Jahrzehnte später wieder vernässt werden sollen?
In diesem Gespräch mit Sebastian und Juliane Petri, Moorklimawirt*innen vom Moorhofer Grünlandhof, geht es um Verantwortung, politische Planungsebenen und die Perspektive von Hausbesitzer*innen, die sich plötzlich mit nassen Kellern konfrontiert sehen. Der Clip zeigt, wie Entscheidungen aus der Vergangenheit bis heute nachwirken. Baugebiete sind auf Moorböden entstanden, über deren Eigenschaften man sich damals wenig Gedanken gemacht hat. Heute aber treffen ökologische Ziele und die Realität vieler Hausbesitzer*innen bei Wiedervernässung aufeinander.
Entwässerte Moore stoßen jährlich 53 Millionen Tonnen CO₂ aus – das sind rund 7 Prozent aller deutschen Emissionen.
Die Lösung klingt einfach: Wasser zurück in die Moore. Doch so einfach ist es nicht. In Folge 2 fragen wir: Woher soll das Wasser kommen, wenn es ohnehin immer weniger regnet? Wer entscheidet, wohin es fließt? Und was bedeutet Wiedervernässung für die Landwirtschaft, die auf genau diesen Flächen wirtschaftet? Wir sprechen mit Landwirt*innen, die beobachten, wie ihre Böden austrocknen und mit Wasser- und Bodenverbänden, die mit maroden Stauanlagen kämpfen. Dazu: Warum ein trockenes Moor wie ein trockener Schwamm ist, was Agroforstsysteme leisten können und warum Deutschland seine Klimaziele ohne nasse Moore kaum erreichen wird. Mit Lena Kolpo, Lukas Landgraf, Marc de la Barré, Juliane und Sebastian Petri, Stephan Warnke, Jennifer Merten, Ivonne Schulz, Stephan Reimann, Anke Herrmann, Thomas Hartmann und Laura Wiegand.
In der nächsten Folge: Was kann man auf nassen Flächen noch anbauen und – lohnt sich das?
Wie steuert man Wasser in Moorlandschaften, ohne Nutzung und Ökologie gegeneinander auszuspielen?
Im Gespräch mit Marc de la Barré, Moorbauer aus der Uckermark, geht es um die Herausforderung, Wasserstände in Moorlandschaften zu regulieren. Der Clip zeigt: Zu wenig Wasser führt zur Austrocknung von Mooren und langfristigen Veränderungen in der Landschaft. Gleichzeitig kann ein zu hoher Wasserstand dazu führen, dass Flächen nicht mehr bewirtschaftbar sind und sich bestehende Ökosysteme verändern. Zwischen Wasserrückhalt, Biodiversität und landwirtschaftlicher Nutzung entsteht ein Spannungsfeld, das kontinuierlich ausgehandelt werden muss.
Zu viel hier, zu wenig da – warum Deutschlands Wassermanagement den Moorschutz blockiert.
Sebastian und Juliane Petri, Moorklimawirt*innen vom Moorhofer Grünlandhof, sprechen immer wieder dieses eine Problem an: Es gibt kein funktionierendes, länderübergreifendes Wassermanagement in Deutschland. Das hat konkrete Folgen: Moore trocknen aus, weil Wasser abgeleitet statt zurückgehalten wird. Gleichzeitig gibt es Regionen mit Wasserüberschuss, der ebenfalls einfach abfließt. Dazu kommen Zielkonflikte wie im Spreewald, wo Moorschutz und Trinkwasserversorgung für Berlin direkt gegeneinander stehen. Der Clip zeigt, wie viele verschiedene Interessen beim Thema Wasser aufeinandertreffen und warum ohne ein besseres System Fortschritt kaum möglich ist.
Warum setzen Landwirt*innen weiterhin auf Mais und nicht auf Paludikultur?
Im Gespräch mit Marc de la Barré wird deutlich, welche wirtschaftlichen und strukturellen Herausforderungen hinter alternativen Formen der Moorbewirtschaftung stehen. Mais liefert eine höhere Energiemasse als Paludistoffe wie Schilf und ist damit wirtschaftlich attraktiver. Gleichzeitig sind viele technische Anlagen nicht auf die Nutzung von Paludibiomasse ausgelegt. Zwar existieren bereits Anwendungen – etwa in der Energieproduktion oder in der Verpackungsindustrie – doch ohne langfristige politische und wirtschaftliche Sicherheit bleibt die Umstellung für viele Betriebe ein Risiko.
Warum scheitern gute Ideen oft an der Umsetzung?
Im Gespräch mit Marc de la Barré wird deutlich, welche Herausforderungen landwirtschaftliche Betriebe bei der Umsetzung neuer Formen der Moorbewirtschaftung erleben. Statt direkter Unterstützung beim Moorschutz stehen viele vor komplexen Antragsverfahren und Zuständigkeiten auf verschiedenen Verwaltungsebenen. Die Kommunikation zwischen Praxis und Politik ist dabei oft fragmentiert. Der Clip zeigt, wie bürokratische Strukturen maßgeblichen Einfluss darauf haben, ob nachhaltige Bewirtschaftungsformen tatsächlich umgesetzt werden können.
Was genau ist eigentlich ein Moor und warum sollte uns das interessieren?
In der ersten Podcast-Folge von terrathesis klären wir die Grundlagen: Warum sind Moore mehr als einfach nur nasse Böden? Wie schafft es eine 30 Zentimeter dicke Torfschicht, den Kohlenstoff von Jahrtausenden zu speichern? Und was passiert, wenn wir diesen natürlichen Kreislauf unterbrechen? Gemeinsam mit Lena Kolpo, Laura Wiegand, Vera Luthardt, Jennifer Merten, Martin Szaramowicz und Lukas Landgraf blicken wir auf die Geschichte der Moorentwässerung in Deutschland – von der landwirtschaftlichen Urbarmachung bis zur CO₂-Freisetzung, deren Ausmaß lange unterschätzt wurde."
Was ist ein Moor und warum entsteht Torf?
Moorökologin Prof. Dr. Vera Luthardt erklärt in diesem Clip, was ein Moor ausmacht und warum es so besonders ist.
Ein Moor entsteht überall dort, wo der Boden dauerhaft mit Wasser gesättigt ist – nicht so viel, dass ein See entsteht, aber genug, dass kaum Sauerstoff in den Boden gelangt. Unter diesen sauerstoffarmen, sogenannten anaeroben Bedingungen können abgestorbene Pflanzenteile nicht vollständig zersetzt werden. Was übrig bleibt, ist Torf.Dieser Prozess macht Moore zu einzigartigen Lebensräumen, die besondere Anpassungen von Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen erfordern.
Wie weit würdest du in ein Moor gehen?
Im Gespräch mit Marc de la Barré wird schnell klar: Moorflächen sind nichts, worauf man sich blind verlassen sollte. Was zunächst stabil wirkt, beginnt plötzlich zu federn, zu blubbern und kann einen Schritt später schon nachgeben. Der Clip zeigt mit einem Augenzwinkern, wie trügerisch diese Landschaft sein kann und warum Erfahrung hier entscheidend ist.
190 Millionen Tonnen Kohlenstoff – was in Brandenburgs Moorböden steckt.
Moorökologin Prof. Dr. Vera Luthardt hält ein Stück Torf in der Hand und erklärt, was darin steckt: Jahrtausende alte Pflanzenreste, seit der letzten Eiszeit abgelagert. Wo sie gerade steht, liegen vier Meter davon unter ihren Füßen. Allein in Brandenburg sind 190 Millionen Tonnen Kohlenstoff in Moorböden gespeichert. Zum Vergleich: Ein Güterzug, der damit gefüllt wäre, würde anderthalb Mal um den Äquator reichen. Solange das Moor feucht bleibt, bleibt der Kohlenstoff im Boden. Trocknet es aus, setzen Mikroorganismen ihn in rasanter Geschwindigkeit als CO2 und Lachgas frei. Wird es wieder vernässt, stoppt dieser Prozess sofort.
Wie viel CO2 bindet ein nasses Moor und was ist mit dem Methan?
Moorökologin Prof. Dr. Vera Luthardt rechnet vor, was ein intaktes Moor klimatisch leistet. Pro Hektar werden jährlich rund vier Tonnen CO2 gebunden – das entspricht 2,8 Tonnen pro Fußballfeld. Oder anders gesagt: so viel, wie ein benzinbetriebener Kleinwagen auf über 33.000 Kilometern ausstößt. Unter sauerstoffarmen Bedingungen entsteht im Moor auch Methan. Dieses Argument wird oft gegen Wiedervernässung ins Feld geführt. Prof. Dr. Luthardt räumt damit auf: Gemessene Ergebnisse zeigen klar, dass ein entwässertes Moor drei- bis viermal mehr CO2 freisetzt, als ein nasses Moor an Methan produziert.
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